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Dilletantisch!
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Einführung in das kreative Schreiben (Taschenbuch) Keineswegs eine Einführung in das kreative Schreiben hat Lutz von Werder da abgeliefert - höchstens einen kulturhistorischen Abriss mit sehr unkonkreten Schreib"aufforderungen". Letztere scheinen zu zeigen, dass den Autor die praktische Seite des kreativen Schreibens nicht besonders interessiert, denn der Laie kann mit seinen Anweisungen, die da, wo sie
konkret werden sollen, enden, nichts anfangen und dem Profi sträuben sich vor lauter banaler Schematisierung dabei - gelinde gesagt - die Nackenhaare. Fraglich ist vor allem die Annahme, kreatives Schreiben bedeute, weltbekannte Autoren und literarische Bewegungen einfach nachzuahmen. Für viele ist gerade das der Gegenbegriff zum kreativen Schreiben.
Doch das sind streitbare Ansichten: unstrittig ist dagegen die Tatsache, dass das Buch vor der Veröffentlichung ein gründliches Lektorat benötigt hätte, denn es enthält sehr viele Schreibfehler. Außerdem scheint der Autor von Literaturwisssenschaft nicht viel zu verstehen. Warum in aller Welt schreibt er dann über literarische Entwicklungen??? Schon die äußerst oberflächliche Behauptung, einige Romantiker seien in der Hypnose Mesmers augebildet gewesen und hätten darüber ihre Kreativität stimuliert, ist so einfach falsch und scheint auf schlechter Recherche zu beruhen. Bei geringer literaturwissenschaftlicher Auseinandersetzung hätte Lutz von Werder festgestellt, dass der Mesmerismus für viele Romantiker den Gegenbegriff zu ihren eigenen Vorstellungen von Kreativität bildete und dass E.T.A. Hoffmann, auf den sich auch von Werder beruft, einer der größten Kritiker des animalischen Magnetismus gewesen ist.
FAZIT:
Ein gutes Beispiel für wahllose Aneinanderreihung von Zitaten echter Schriftsteller über ihr Schreiben, die einfach platt auf den Leser übertragen werden, gepaart mit oberflächlichen, teils falschen Zusammenfassungen literarischer Tendenzen inklusive Schreibfehler.
Eine Einführung, die vermutlich niemandem nützt, es sei denn man braucht noch Papier fürs Kaminfeuer.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 21. März 2007 |